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Kultur leben - am 30. Dezember 2021

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Kultur leben – Tipps für Kiel und die RegionKultur leben – Tipps für Kiel und die Region

Liebe Leserinnen und Leser,
wie schön wäre es, mit dem zu Ende gehenden Jahr endlich auch dieses fortlaufend mutierende Virus mitsamt den daraus folgenden Konsequenzen für den Alltag hinter sich zu lassen. Allein, die Realität sieht anders aus. Wir werden Inzidenzzahlen und Ansteckungsgefahren im Kopf und die Maske vorläufig vor der Nase behalten. Was aber auch nicht heißt, dass nichts mehr geht. Schließlich haben wir gelernt im Umgang mit dem Virus und untereinander – und die Kino- und Theatermacher, Konzert- und Lesungsveranstalter auch. 2G gilt sowieso; viele haben aber zur Sicherheit auch erstmal die verminderte Platzkapazität beibehalten.
Sehenswert

Das Feuerwerk fällt aus, die große Party nach den neuen Kontaktregeln auch. Aber Silvester ganz ohne Feierlaune muss auch nicht sein. In Kiel jedenfalls haben Privattheater und Städtische Bühnen einiges zu bieten – auf Abstand, aber mit Spiellust. Der knallige Liederabend „Max und Moritz“ im Schauspielhaus (19 und 21 Uhr) kommt da ebenso in Frage wie Ivan Dentlers satirisches Solo „Wer kocht, schießt nicht“ im Theater Die Komödianten (18 und 21 Uhr). Und von „Jules Verne und der Unhold von Kiel“ könnte man sich im Kulturforum (18 Uhr) fantastisch schwarzhumorig in die dunklen Seiten der Stadt entführen lassen.
Hörenswert

Walzer-Klassiker in Lübeck, Sinfonisches am Landestheater: Neujahrskonzerte gibt es allerorten. Daniel Barenboim hat sie gerade sogar als Signal an die Politik interpretiert, über die Wichtigkeit und das geistige Bedürfnis der Bevölkerung nach Musik nachzudenken. Dazu passt, dass Kiels Generalmusikdirektor Benjamin Reiners und die Philharmoniker das Publikum über das Programm vom 1. Januar haben abstimmen lassen. Zur Wahl standen so amüsante Kategorien wie „Antipasti“, „Rosige Aussichten“ oder „Operette sich wer kann“. Wer wissen will, was drinsteckt im Knallbonbon, geht am 1. Januar hin – und setzt ein Zeichen.
Entdeckenswert

Immerhin: Drei Tage Schneewinter wurden Kiel zu Weihnachten beschert. Wer der weißen Pracht, die sich mittlerweile wieder in das typische Schmuddelwetter verwandelt hat, noch etwas nachsinnen will, ist im Künstlermuseum Heikendorf goldrichtig. Die aktuelle Ausstellung „Winter in Weiß“ ist bis 5. Januar geschlossen, vermittelt aber danach wieder ein eindrucksvolles Bild vom Winter im Norden und seiner künstlerischen Darstellung - vom Namenspatron des Hauses, Heinrich Blunck, über den Hamburger Oskar Droege bis zum Lokalmatador Werner Rieger. In expressiv leuchtenden Farben, wie sie die Sonne den Tagen entlockt, aber auch in fahlem Hellblau und verhangenem Grau. Bis 20. Februar , Do-Sbd 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr.
Künstlermuseum Heikendorf mit Ausstellung "Winter in Weiß"
Beachtenswert

Mit Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe in ihre furiose Neuinterpretation der eigentlich doch schon kreuz und quer beackrten Nibelungen eintauchen? Oder doch lieber mit Uta Ruge in die Welt der norddeutschen Bauern? Kent Nagano von lebensverändernden Begegnungen erzählen lassen oder Feridun Zaimoglu, Harald Martenstein und Anna von Münchhausen über das Lügen, Hochstapeln und die dahinter steckende Figur diskutieren lassen? Schwere Entscheidung. Aber man kann sich auch alles nacheinander anschauen. Denn auf der Website des NDR steht die gesamte Lesereihe „Der Norden liest“ zum Nachlauschen parat.
Freizeitwert

Nirgends lässt sich besser ab- oder umschalten als im Kino, wenn das Licht aus und der Vorhang aufgeht. Wenn leise das Popcorn raschelt und die Gespräche ersterben. Glücklicherweise sind nach der langen Corona-Durststrecke auch endlich wieder Filme gestartet – teils lang erwartet und heiß ersehnt, teils als Überraschungspakete. In erstere Kategorie fällt „Matrix Resurrections“, der schon deshalb Spaß macht, weil Keanu Reeves und Carrie-Anne Moss mit soviel augenzwinkernder Selbstironie dabei sind.
Zu entdecken lohnt daneben das dänische Historienepos „Die Königin des Nordens“ über Margrete I., die in einer Männerwelt ihre Vision einer skandinavischen Einigung durchsetzte. Super besetzt mit Trine Dyrholm, die in der Kultserie „Die Erbschaft“ die toughe Kunsthändlerin Gro spielt.
Eine Visionärin will versöhnen: das Kinodrama „Königin des Nordens“
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Ruth Bender
Kulturredakteurin
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