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Kultur leben – Tipps für Kiel und die Region

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KN-Kulturredakteur Christian Strehk in der Kieler Nikolaikirche
KN-Kulturredakteur Christian Strehk in der Kieler Nikolaikirche
Liebe Leserinnen und Leser,
satte 400 Millionen Euro will der hanseatische Milliardär Klaus-Michael Kühne (Logistik Kühne & Nagel) springen lassen, wenn sich Hamburg zu einem Neubau eines Opernhauses entschließt. Einmal abgesehen davon, dass man in Stuttgart dafür längst mit einem notwendigen Investitionsvolumen von einer Milliarde rechnet, ist das ja wirklich ein großzügiges Angebot. Kühne mag Gerhard Webers denkmalgeschütztes 50er-Jahre-Waben-Haus in der Dammtorstraße nicht mehr, spricht von Asbest und mieser Akustik. Über all das lässt sich wunderbar streiten. Ein Neubau ist womöglich schick und im besten Fall akustisch hervorragend. Allerdings garantiert ein Neubau das entscheidende nicht: den Aufstieg in die Champions League. So wie Kühnes HSV schon wieder in der Zweiten Liga hängengeblieben ist, so rudert auch das von Georges Delnon am Schreibtisch und Kent Nagano am Pult geführte Ensemble haarscharf unter dem Radar der höchsten Kunst. Dabei scheint es durchaus aufwärts zu gehen. Tolle Stimmen und stimmige Inszenierungen werden häufiger. Hier liegt aber der wunde, der eigentlich kostspielige Punkt. Wenn Kühne die 400 Millionen in die Kunst der kommenden Jahrzehnte und meinetwegen auch einen Teil in die Akustik investieren würde, dann würde die eigentlich maximal traditionsreiche Staatsoper wahrscheinlich bald auf der Frequenz von Wien, Berlin, München, Mailand, Zürich, London oder Paris mitfunken. Aber das fällt im Stadtbild halt nicht so auf wie ein kühner Kühne-Neubau …
Sehenswert

Emil Nolde: Liegender Akt, 1901 © Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde: Liegender Akt, 1901 © Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde konnte auch anders als stürmisch expressiv. Die ruhige Seite des Malers ist in der überaus sehenswerten Jahresausstellung 2022 der Stiftung zu erkunden, die – unter dem Titel „Stille Welten“ – am 1. März in Seebüll eröffnet wurde. Mit über 50 erstmals ausgestellten Werken begeistert die Schau im modernen Archivgebäude und tröstet so darüber hinweg, dass die Renovierung des Wohnhauses noch etwas dauert.
Hörenswert

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